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Kroatien - Mai 2019

Nach 4 1/2 Jahren Bauzeit ist es soweit! Der Wanderer geht zum 2. Mal auf Tour und zum 1. Mal auf Große Fahrt! Das Ziel ist ... eigentlich Albanien, wird aber Kroatien. Die Fahrt startet im Ruhrgebiet, führt über den Bayrischen Wald, durch Österreich bis nach Slowenien. Hier, am Bleder See, treffe ich auf einen zweiten Steyr und gemeinsam geht`s dann für 1 Woche zusammen durch Slowenien und Kroatien. Zusammen besuchen wir die beeindruckenden Tropfsteinhöhlen von Postonja, die Plitvicer Seen und die Wasserfälle von Krcka. Als Achim & Monika dann weiter in Richtung Albanien fahren, bleibe ich in der kroatischen Küste - von Omiš im Süden bis Vir im Norden.

Insgesamt sind es dann auf den Tag genau 4 Wochen mit 4.000 km geworden - mit orkanartigem Sturm, sintflutartigen Regenfällen, traumhaftem Sonnenschein, herrlicher Erholung von der Arbeit der letzten Jahre, einem geschrottetem Handy, einer kaputten Vordergabel am Mountainbike, einem massiven Wasserschaden im Wanderer und Ölverlust beim Steyr ...

Das erwartet euch auf den nächsten Seiten:

Karte mit der gefahrenen Route:

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Maut - Wegezoll ... $ ...

Eines ist schon vor Beginn der Fahrt bittere Erkenntnis: Um die moderne Wegelagerei mit ihren Mautforderungen werde ich wohl kaum einen Bogen machen können. Hier eine Übersicht und Infos zur Maut in den einzelnen Ländern, wobei sich alle Angaben ausschließlich auf die Klasse des Wanderers beziehen, also 2 Achsen und schwerer als 7,5 t zul. Ges. Gew. Allgemeine Infos gibt`s z.B. beim ADAC unter: https://www.adac.de/reise-freizeit/europas-strassen/maut-vignette/

Da ich vor Antritt der Fahrt keine feste Route und auch keine verbindlichen Zeiten festlegen wollte, habe ich darauf verzichtet, die für Österreich und Slowenien vorgeschriebenen Maut-Geräte im Vorfeld zu bestellen sondern habe alles vor Ort geregelt - und, es wurde viel leichter und unkomplizierter als ich annehmen konnte. ALLE Maut Länder verdienen sich mit der Maut ein veritables Zubrot und tun alles dafür, daß der Reisende auch zu jeder Zeit und an jedem Ort ausreichend geschröpft werden kann ...

Deutschland

  • keine Mautgebühren da sich die LKW-Maut in Deutschland ausschließlich auf den gewerblichen Güterverkehr bezieht

Österreich

  • Hier ist für Fahrzeuge > 7,5 t zwingend der Erwerb und Betrieb einer "go-Box" der ASFINAG (Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft der Rep. Österreich) vorgeschrieben
  • Ich habe meine Route so gelegt, daß ich auf der letzten Raststätte auf der Autobahn vor der österreichischen Grenze, Passau-West, ausfahren konnte. Hier gibt es eine Verkaufsstelle der ASFINAG. Der Ablauf ist völlig unkompliziert: Gang zur Kasse, man wird nach den erforderlichen Fahrzeug- und persönlichen Daten gefragt und gleich alles in ein Terminal geschrieben. Heraus kommen jede Menge Papier, die erwartet hohe Rechnung und die orangene go-Box mit dem eingebuchten Maut-Guthaben
    An jeder österreichischen Autobahnraststätte sind natürlich ebenfalls Verkaufsstellen!
  • anschließend muß die Box lediglich von innen an der Windschutzscheibe angeklebt werden - das war`s
  • nach dem Grenzübertritt sind auf den Autobahnen überall die elektronischen Brücken die längst nicht so riesig und angsteinflößend wie in Deutschland sind. Passiert man eine der Meßbrücken, gibt die go-Box einen vernehmlichen Piepston von sich - gleichzeitig das Zeichen, das alles in Ordnung ist.
  • Da es in Österreich auch immer wieder Tunnels gibt bei der separate Mautgebühren entrichtet werden müssen -z.B. der Karawankentunnel vor der slowenischen Grenze- bremsen an diesen Stellen riesige Mautstationen mit den üblichen "Bezahlspuren und -Häuschen" die Fahrt ab. Für die go-Box gibt es jedoch eine eigene, markierte, Spur in der man ohne Stopp durchfahren kann.
  • Auf der Rückfahrt durch Österreich lief`s vergleichbar. Fast ... Irgendwann gesellte sich zu dem einen ein zweiter Piepser dazu: Ein Warnzeichen, daß das gespeicherte Guthaben kleiner als 25 € geworden ist ... je nach erwarteter Strecke ist also ein "Nachtanken" erforderlich, wobei der kleinste Betrag 75 € ist!
  • dann wieder der Grenzübertritt nach Deutschland und endlich wieder -unterstützt durch das nunmehr ausbleibende Piepen- das Gefühl, nicht mehr von gierigen Augen gescannt zu werden.
    Anfahrt der 1. Raststätte nach der Grenze ... und erst einmal ein kleiner Schlag ins Gesicht: "Go-Box abgeben? Nein, das geht bei uns nicht! Da müssen Sie bis zur nächsten Autobahnabfahrt fahren, dort drehen und wieder in Richtung Österreich fahren und dann auf der anderen Seite" -der Mensch hinter der Kasse deutet mit dem Finger auf die gegenüberliegende Partner-Raststätte- "zur dortigen Verkaufsstelle ...". Mein Adrenalinspiegel stieg schlagartig und gleichzeitig sickert die Erkenntnis in die Großhirnrinde .. klar, man will die Kühe melken und das macht man auch den Kühen so bequem wie möglich. Will eine Kuh jedoch `nen Liter Milch wieder für den Eigenbedarf zurückhaben, also die go-Box abgeben und sein nicht benötigtes Guthaben einlösen, dann kann`s für die Kuh ja beliebig unbequem sein ... man hat ja das was man wollte und freiwillig etwas zurückgeben ...?
    Nach dem Zwangsumweg dann folgender Ablauf: go-Box abgeben und dann wieder etliches Papier empfangen. Geld? Nö, das wird auf Ihr Konto überwiesen ...

Slowenien
Der Ablauf ist nahezu identisch mit dem in Österreich. Wesentliche Unterschiede:
  • Alle Verkaufsstellen sind innerhalb Sloweniens - Kauf oder Verkauf findet auf der jeweils ersten bzw. letzten Raststätte im Land statt
  • die erforderliche Box ist bereits ab einem zul. Ges. Gewicht > 3,5 t erforderlich und wird von der Autobahnbetreibergesellschaft DARS vertrieben
  • für die Rücküberweisung des Guthabens muß ein Girokonto angegeben werden

Kroatien
Hier gibt es keine elektronische Maut. Die Mautgebühren werden direkt auf den Autobahnen an Mautstellen bzw. bei der Abfahrt erhoben

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go und DARSgo im Wanderer

go- (links, Österreich) und DARSgo Box (rechts, Slowenien) in trauter Gemeinsamkeit an der Frontscheibe des Wanderer

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Postonja Cava

Nach dem Bleder See (C in der Karte oben), den wir eigentlich nur im strömenden Regen erlebten, ging die Fahrt zu den Tropfsteinhöhlen von Postojna (D in der Karte oben). So dürftig ich auf die Fahrt vorbereitet war, wußte ich nichts über dieses zweitgrößte für Besucher erschlossene Höhlensystem der Welt und wurde von seinen Ausmaßen und seiner Imposanz schlichtweg überwältigt! Nach einer etliche Minuten (!!!) dauernden Fahrt mit einem Elektrozug der immer tiefer in die Höhlen führte, mündete die Fahrt in einem Gewölbe, einem "Bahnhof", der schon für sich allein den Atem raubte. Was dann folgte, braucht einen Dichter um mit Worten zu beschreiben, was die Augen hier zu sehen bekommen ...

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vor dem Eingang zu den den Höhlen von Postonja

Vor dem Eingang zu den Höhlen von Postonja

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Höhlen von Postonja

Start einer Wanderung durch eine so surreale Welt, daß selbst ein Traum kaum imstande ist, ein derartiges Wunder zu beschreiben

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Höhlen von Postonja

Nur das winzige Geländer in der Bildmitte und die Menschen im oberen Bild geben einen kleinen Eindruck von der Größe der Höhlen

Höhlen von Postonja

Die Bilder sprechen für sich ...

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Höhlen von Postonja

... können aber wenig von der tatsächlichen Größe dieser Monumente wiedergeben

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Höhlen von Postonja

Parade von Stalagmiten

Stalagmiten

Jahrhunderte mit diesen Tropfen lassen die Stalagmiten in die Höhe wachsen 

Stalagmiten

Stalagmiten

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Plitvicer Seen

Der Wettergott ist uns gewogen! Es war ein traumhaft schöner Tag in Postonja während -wie wir später erfahren haben- es in Plitvice (E), bereits in Kroatien, eiskalt war und in Strömen schüttete. Einen Rest dieses Gruselwetters konnte wir noch sehen, als wir über den letzten Paß nach Plitvice fuhren: Schnee! .. und endlich in Plitvice angekommen zeugten noch riesige Wasserpfützen von den letzten 2 Tagen ...
Am nächsten Tag blieb uns das Traumwetter treu als wir den ältesten und größten Nationalpark Kroatiens, der mit seiner beeindruckenden Seenlandschaft bereits 1979 als eines der ersten Naturdenkmäler weltweit in das UNESCO-Weltnaturerbe aufgenommen wurde, besuchten.

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der Wanderer im Schnee

Paßfahrt im Schnee

 

Plitvice

Plitvice - unzählige Terrassen, Wasserfälle und traumhafte Seen

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Plitvice

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Plitvice

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Plitvice

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Plitvice

Plitvice

Das ist der große Vorteil, wenn man zum einen in der Vorsaison unterwegs ist in der dieses Touristenziel noch weitgehend "leer" ist und sich zum anderen bemüht, bereits am frühen Morgen in den Nationalpark zu kommen ...
Jetzt, gegen Mittag, sind mittlerweile zig Busse eingetroffen und spucken jeder wahre Hundertschaften von hauptsächlich japanischen Touristen aus ... und die sind, hm, sagen wir `mal sehr speziell! Selbst wenn wir auf verschlungenen Wegen unterwegs sind, können wir schon lange bevor wir etwas sehen, eine ganze Menge hören: Ein sehr lautes, von keinerlei Pausen unterbrochenes Geschnatter ... dann kommt der Anblick: Immer ist es ein Begleiter, ein Guide, ein Führer, gut zu erkennen an einem unübersehbar hochgerecktem, grellen Regenschirm oder einem Stab mit niemals ruhendem, flatternden Fähnchen. Im Gefolge eine nicht enden wollende Schlange von aufgereihten Gänseküken und die Küken bieten bei wirklich jeder schönen Aussicht das gleiche Bild: Entweder mit permanent ausgefahrenem Selfistick bringt sich der jeweilige Träger in eine Pose, die ihn/sie mit dahinter liegendem Highlight zeigen soll oder aber jemand mit dicker Spiegelreflex, der eine Partnerin oder eine kleinere Gruppe so dirigiert, daß auch alle auf dem Display zusammen mit dem landschaftlichen Schmankerl zu sehen sind ... und alle, wirklich alle zeichnen sich durch das gleiche Wahrnehmungsmuster aus: Sie sehen nur ihren Selfi-Stick und das Bild im Display oder eben die kleinere Gruppe auf die sie sich konzentrieren! Das es auch noch andere Menschen auf der Welt gibt denen sie mit ihren Sticks fast die Augen ausstechen, merkt niemand ... auch das ihnen manchmal andere Menschen entgegenkommen, erzeugt allenfalls in Ausnahmenfällen zu wahrhaft überraschten Gesichtern ... in der Regel bleiben wir mangels Platz zum Passieren einfach stehen - und werden dann angerempelt, weil uns niemand wahrgenommen hat ... sehr speziell eben ...
japanische Schlange

 

Plitvice

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Plitvice

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Plitvice

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Plitvice Plitvice

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