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Februar 2020 - die ersten Tage in Marokko

ist der Wanderer auf Großer Fahrt und hat Europa verlassen - nach Afrika - Marokko ...
Die Fähre der Grandi Navi Veloci hat am Samstag, dem 08. Februar 2020 in Genua, Italien, abgelegt und den afrikanischen Kontinent am folgenden Montag Abend in Tanger Med, Marokko, erreicht.

Da wir, der Wanderer und ich, wahrscheinlich 8 bis 12 Wochen unterwegs sein werden, sind natürlich umfangreiche Recherchen und Vorbereitungen zu treffen, angefangen von den Reiseformalitäten bis hin zur Navigation offroad, in der Wüste. Näheres dazu bei den Vorbereitungen ..

Am Dienstag Morgen, 11.02.2020, heißt es Meilen fressen. Von meinem Übernachtungsplatz in Ksar Es Seghir, in unmittelbarer Nähe des Hafens von Tanger Med, ist das heutige Ziel مراكش , Marrakech. Über die gut ausgebauten Autobahnen geht es an Casablanca vorbei, einem Industriemoloch mit entsprechender Dunstglocke, der nichts mehr von seinen Charme seit den Zeiten von Rick`s Cafe und Humphrey Bogart ausstrahlt. Nach 635 langen Kilometern habe ich Saada bei Marrakech, meinen heutigen Übernachtungsplatz erreicht.

Tanger Med - Marrakech.jpg
© 2020 Inst. Geogr. Nacional Bilder © 2020 NASA, TerraMetrics

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bei Schatz in Saaba Reinhard, den ich vor wenigen Monaten auf dem Willy-Treffen in Enkirch kennen gelernt habe, betreibt hier in Saada bei Marrakech mit seiner Frau Aicha einen wunderschönen Stellplatz mit Hotel. Genau der richtige Ort um in Marokko "anzukommen".

http://www.marokko-reisen.de/

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Marrakech bis Erg Chegaga

Nach dem kurzen Aufenthalt bei Reinhard & Aicha geht die Fahrt schon weiter - ich will so schnell wie möglich über den Hohen Atlas und weiter nach Süden kommen um meine Freunde, Olli & Susanne, zu treffen um dann noch so viel gemeinsame Zeit wie möglich zu haben!

Nach Saada folgt allerdings zuerst noch der Hexenkessel von Marrakech. Der Straßenverkehr ist für europäische Gemüter weder zu verstehen noch einfach zu handhaben! Fußgänger gehen oft auf der Straße und nicht auf dem Gehweg, dazu kommen Unmengen von Fahrrädern, Eselkarren, motorisierten Dreirädern, Mopeds, PKWs und LKWs - und alle wechseln unverdrossen von einer Spur in die nächste, nutzen jede erdenkliche Lücke um ihren Fahrfluß nur ja nicht unterbrechen zu müssen. Leider schlängeln sich auch viele allzu gern rechts am Wanderer vorbei um dann vor mir auf meine Spur zu wechseln. Als Besucher dieses Landes bin ich ja geduldig und will auch gern die hiesigen Gepflogenheiten so anerkennen. Schlimm ist nur, daß ich aus meiner Position in 3 Metern Höhe nicht einmal einen PKW sehen kann der rechts überholt und direkt vor meinem Vorderrad einschert ... So manchesmal kann ich nur auf das nicht vorhandene Holz klopfen, daß ich es irgendwie noch rechtzeitig bemerkt habe bevor meine 1300 mm durchmessenden Walzen das getan hätten, was sie besonders gut können: Alles mit 10 t Gewicht zusammen-zu-walzen!

Karte Marrakech - Ouzarzate
© 2020 Inst. Geogr. Nacional Bilder © 2020 NASA, TerraMetrics

Nach etlichen Kilometern durch eine schöne marokkanische Landschaft steigt die Straße dann in immer enger werdenden Serpentinen in die Höhe - der Hohe Atlas liegt vor mir. Zudem wird der Straßenzustand immer gruseliger, die ersten Schneefelder tauchen vor mir auf - und die Baustellen! Über zig Kilometer folgt eine Straßenbaustelle der nächsten und die Umgehungen "Pisten" zu nennen, wäre sogar noch maßlos übertrieben. Bis zum Ziel, Ouazarzate, sind`s von Saada aus 215 km - aber 6,5 h anstrengenste Fahrt! Sechseinhalb Stunden!!! Viel zu müde um Ouazarzate auch nur für 5 Minuten zu entdecken, bin ich heilfroh, auf einem der häßlichsten Campingplätze, den ich jemals gesehen habe, dem "CP Ouzarzate", endlich auf meinem Platz zu stehen, eingezwängt zwischen Heerscharen an französischen "Joghurtbechern" (Weißware - Wohnmobile)

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in Ouazarzate Am nächsten Morgen heißt es dann schon wieder fahrfertig machen für die nächste Etappe - und warten auf meine Freunde. Olli & Susanne kommen aus Richtung der Todraschlucht und gemeinsam wollen wir heute noch bis Zagora kommen

Bild rechts: So gruselig wie der Campingplatz ist, so exotisch schön ist die Nachbarschaft ...

Als die beiden am späten Vormittag in Ouzarzate eintreffen, ist die Freude auf beiden Seiten riesengroß! Jeder tausende von Kilometern von zu Hause entfernt, zu völlig unterschiedlichen Zeiten gestartet und hier getroffen - das Internet mit seiner modernen Kommunikation macht`s möglich. Nach einem Frühstück in einem Cafe führt uns der Weg weiter nach Süden, weitere 160 km bis Zagora:

Karte Ouzarzate - Zagora
© 2020 Inst. Geogr. Nacional Bilder © 2020 NASA, TerraMetrics

Campingplatz Oasis Palmiera

Tranquillo & Wanderer nach weiteren 162 km auf dem wunderschönen Campingplatz Oasis Palmiera in Zagora

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am Oasis Palmiera

am Oasis Palmiera

am Oasis Palmiera

am Oasis Palmiera

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pixPalmenhimmel im Oasis Palmiera

Palmenhimmel im Oasis Palmiera

Am nächsten Morgen startet die letzte Etappe vor dem Offroad-Abenteuer Wüste, die Fahrt von Zagora bis M`Hamid

Karte Zagora - M`Hamid
© 2020 Inst. Geogr. Nacional Bilder © 2020 NASA, TerraMetrics

Pause in M`Hamid Auf den allerletzten Metern asphaltierter Straße vor den Offroad-Pisten der Erg Chegaga machen wir eine letzte Pause
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Erg Chegaga

Mit dem Ortsausgang von M`Hamid endet auch die uns bekannte Zivilisation: Die asphaltierte Straße geht unvermittelt in eine Geröllpiste über, die hier durch unzählige Starts von Wüstenexkursionen aus genauso vielen Einzelpisten besteht. Noch ist der Lärm von Camps, Jeeps und Quads zu hören die hier mit Touristen für einige Kilometer in die Wüste starten. Nach wenigen hundert Metern halten wir abseits der Pisten an um für unsere Fahrt "umzurüsten". Unser Reifendruck war bisher für Straßenverhältnisse abgestimmt und dementsprechend hoch. Um nicht gleich im ersten Sandloch festzufahren, müssen die Drücke jetzt gravierend gesenkt werden, beim Wanderer reduziere ich von 5,2 : 4,8 (Hinterachse : Vorderachse) auf 2,8 : 2,4 bar und sehe, wie die Reifen mit zunehmend weichen "Bäuchen" immer mehr an Auflagefläche und damit an Traktion gewinnen. Ein letztes Mal werden alle Verschlüsse und alles andere auf Pistentauglichkeit geprüft, dann startet das Abenteuer - die Durchquerung der Erg Chegaga von Ost nach West:

Track Erg Chegaga

Track-Aufzeichnung der Route durch die Erg Chegaga von M`Hamid im Osten entlang des Lac Iriqui bis nach Foum Zguid im Nordwesten
(zum Thema Navigation später mehr)

erster Stellplatz in der Erg Chegaga

104 km nach Zagora haben wir abseits der Piste unseren ersten Stellplatz in der Erg Chegaga gefunden.
Eine für die Wüste typische, für uns aber kaum zu fassende Stille und absolute Bewegungslosigkeit umgibt uns.

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in der Erg Chegaga

in der Erg Chegaga - die Sonne nähert sich dem Horizont

in der Erg Chegaga

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