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Durchgang zwischen Fahrerhaus und Koffer

Zwischen dem Fahrerhaus des Steyr und dem Koffer ist ein Durchgang geplant. Auch wenn es einen ziemlichen konstruktiven Aufwand erfordert, sprechen sehr viele Gründe für diese direkte Verbindung. Hält man während der Fahrt `mal kurz an, sind es nur wenige Sekunden um in den Koffer zu kommen. Die Alternative wäre aussteigen, um das Fahrzeug gehen, die Einstiegsleiter ausziehen, die Koffertür aufschließen ... und später alles wieder umgekehrt. Bei strömendem Regen ist diese Verbindung noch einleuchtender. Letztlich ist es auch noch ein Sicherheitsaspekt: "Muß" ich `mal abends die Fahrt ohne geeigneten Stellplatz unterbrechen und an einer "unsicheren" Stelle übernachten, lasse ich auch bestimmt nicht die Einstiegsleiter ausgefahren, sondern nutze nur den Durchstieg. "Unsicher" kann dabei alles mögliche bedeuten, von einer Stelle, die nachts plötzlich von einem Sturzbach, den in Nordamerika so berüchtigten "flash floods", überrascht wird über Plätze bei Bäumen, die bei Sturmböen auf einmal mit überschüssigen Ästen um sich werfen bis hin zu einer Bande übermütiger und grölender Pubertierenden oder sogar noch übleren Zeitgenossen, die den unwillkommenen Gast nicht bei sich haben wollen ...

Klar könnte ich den konstruktiven Aufwand für den Durchgang auch geringer gestalten ... dazu würden 2 einfache Löcher reichen, um vom Einem ins Andere zu krabbeln ... die Nachteile dieser Minimal-Lösung sind aber nachvollziehbar:

  • der Motorlärm würde ungedämpft das Fahrerhaus fluten ...
  • Regen und Kälte würden ihren Weg sowohl ins Fahrerhaus als auch in den Koffer finden. Jeglicher Versuch bei frischeren Temperaturen über die Heizungen einen erträglichen Zustand zu erzeugen, wäre zum Scheitern verurteilt!
  • die Nachfahren der Dinosaurier, unsere Piepmätze, sind immer auf der Suche nach irgendwelchen -für Räuber nur schwer erreichbare- Schlupflöcher ... und der Spalt zwischen Fahrerhaus und Koffer zieht die kleinen Biester magisch an! Als ich während des Ausbaus zum 1. Mal Vogelschei... im Fahrerhaus fand, war klar, daß die Löcher schnellstmöglich dicht gemacht werden mußten: Es folgte ein Provisorium aus Bettlaken, später verschraubte Siebdruckplatten.
    Natürlich sind`s nicht nur die Flugsaurier - später werden alle möglichen Viecher, besonders Moskitos, dem abendlichen, verheißenden Lichtschein durch die Löcher folgen ...

Daher also ein wetter- und viecherfester Durchgang zwischen Fahrerhaus und Koffer! Nur ist es aber so, daß das Fahrerhaus eine eigene Federung besitzt und in Schlaglöchern lustige Freudensprünge machen kann ... Zudem verwindet sich der Fahrzeugrahmen und sorgt ständig für einen seitlichen Versatz zwischen Fahrerhaus und Koffer. Daher muß der Durchgang zu einem Tunnel mit flexiblen Wänden werden ...

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Bau des Durchgangs - große Löcher

Schon während des Kofferbaus kam das erste Loch in den Koffer des Wanderer (hier noch einmal zum nachlesen)

fertiger Koffer mit Fahrerhausdurchgang

nächster Arbeitsschritt: Die vorgefertigten Innen- und Außenschalen für den späteren Durchgang werden von beiden Seiten eingesetzt - hier die Schalen:

Schalen für den Durchgang

Einbau der Schalen und das fertige Werk:

Einbau der Schalen im Koffer

eingebaute Durchgangsschalen im Koffer

.. auch wenn`s fürchterlich weh tat, auch am Fahrerhaus mußte die Flex ran ...

vorher

Fahrerhaus mit Rückscheibe

nachher

Fahrerhaus mit Durchgangsöffnung

.. und hier mit eingesetzten Schalen, noch vor der Lackierung:

Durchgangs-Schalen im Fahrerhaus

Hier sieht man die eingesetzten und lackierten Schalen sowohl im Koffer, als auch im Fahrerhaus:

fertiger Durchgang im Koffer

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Einbau des Durchgangs

Mit dem Einbau der Schalen (siehe oben) ist natürlich erst die halbe Arbeit geschafft! Jetzt folgen die "flexiblen Tunnelwände" in Form eines Faltenbalges, der in die eingebauten Schalen eingesetzt wird:

Faltenbalg des Durchgangs

Mit ein wenig Fummelarbeit und leichtem Ankippen des Fahrerhauses läßt sich der Faltenbalg in die Schalen einsetzen und wird anschließend von beiden Seiten erst einmal provisorisch mit Schraubzwingen gesichert:

Durchgang mit Faltenbalg

Die "Vogelfluglinie" zwischen Fahrerhaus und Koffer ist endlich geschlossen - ohne die massiven Siebdruckplatten ...

Faltenbalg zwischen Koffer und Fahrerhaus

Damit das Fahrerhaus zu Reparatur- und Wartungsarbeiten auch in Zukunft gekippt werden kann, muß die Verbindung von Fahrerhaus und Koffer nicht nur flexibel, sondern auch leicht lösbar sein. Dazu ist der Faltenbalg auf beiden Seiten lediglich über Spannbügel mit den Schalen verbunden. Da er formschlüssig in den Schalen sitzt, müssen die Spannbügel den Balg lediglich leicht in die Moosgummidichtungen der Schalen drücken. Der notwendige Kraftschluß beim Verwinden des Fahrzeugs geschieht damit über den Formschluß von Schalen und Balg.

Was folgt, ist der Einbau der Gegenhaken für die Spannbügel ... und damit eine meiner "liebsten" Arbeiten: Das Bohren von VA-Stahl ...

Spannbügel für Durchgangsschalen

der fertige Verschluß - auf Koffer- und Fahrerhausseite je 6 Stück:

Verriegelung der Durchgangsschalen

Geschafft! Alle Verschlüsse sind drin und der Balg zwischen Koffer und Fahrerhaus ist arretiert.

fertiger Durchgang im Wanderer

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hier geht`s natürlich noch weiter ...

... denn jetzt sind wieder / immer noch 2 große Löcher zwischen Fahrerhaus und Koffer! Zwar schöner verkleidet und durch den Faltenbalg bleiben sowohl Regen als auch die schei ... Piepmätze draußen, dafür kriecht die Kälte aus dem ungedämmten Fahrerhaus mit seinen riesigen Fensterflächen in den Koffer. Außerdem muß als Sicht- und Einbruchschutz natürlich noch eine Tür auf jede Seite ...

.. wird also noch fortgesetzt ...

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