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Diese Erfahrungen zeigten mir aber auch die Grenzen eines Wohnmobils "von der Stange": Die krampfhaft auf 3,5 t zul. Gesamtgewicht abgespeckten Wagen überschreiten verdammt schnell -und vom Besitzer oft unbemerkt- die Grenze der Legalität wenn das Gewicht diese magische Grenze durch einen vollen Diesel- und Wassertank und 2 Insassen mit Gepäck überschreitet! Eine nasse Wiese wird mit so einem Wohnmobil zum Alptraum, auf dem die Räder bei der allerkleinsten Bodenwelle den Grip verlieren und nur noch auf der Stelle drehen. Jede zweite Fähre, sei es über die Weser in Deutschland oder die tausend Fjorde in Norwegen wird durch den Rampenwinkel bei der Auf- und Abfahrt zur Tortur, die fast immer das Heck des Wohnmobils krachend auf dem Boden aufsetzen läßt. Ein plötzlicher Wetterumschwung in Schottland oder Norwegen führt bei den völlig unzureichend isolierten Fahrzeugen zum Dauereinsatz der Heizung und schnell schwindet damit der Gasvorrat zum Kochen und Heizen ... und wer schon einmal mit einem derartigen Fahrzeug weit abseits von Campingplätzen irgendwo in der Natur gestanden hat, der weiß, wie schnell sein Stromvorrat zur Neige geht wenn die Solarpanels auf dem Dach bei Dauerregen keinen Strom mehr erzeugen ... der weiß, daß sein Wasservorrat und alles andere schon nach wenigen Tagen deutlich zum Sparen zwingt und das seine Cassettentoilette bereits nach 3 Tagen damit droht, über den Rand zu laufen ...
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Sie sind hier: Global-Wanderer > der Wanderer > Allgemeines > Geschichte > Projektentscheidung Die EntscheidungIn 2013 fiel dann endgültig die Entscheidung "Ich tu`s" und damit begann die Suche nach einem vernünftigen Basisfahrzeug ... und genau das ist alles andere als eine Selbstverständlichkeit! Neuwagen? Puh, viel zu teuer und weiterhin (fast) völlig ungeeignet für das, was ich vorhabe. Warum das so ist, erläutere ich bei den Gründen zur Auswahl eines Militär-Trucks ... Also, es wird ein "alter", zuverlässiger LKW ohne jegliche elektronische Steuerungstechnik. Nach langem Suchen und dem Lesen vieler, vieler Meinungen fiel meine Wahl auf einen 30 Jahre "alten" Militär LKW des österreichischen Bundesheeres, einem Steyr 12M18. Neben zig verschiedenen Kriterien waren auch der durchschnittliche Verbrauch, seine Größe (deutlich kleiner als die deutschen Bundeswehr-MAN`s aber zugleich deutlich größer als die tollen Unimog`s mit ihrem extrem kurzen Radstand) und seine absolute Freiheit von irgendwelcher Steuerungselektronik entscheidend. Nächster Schritt: Warten! Das österreichische Bundesheer stößt immer wieder `mal Kontingente an Steyr ab, die dann in Wien, im Dorotheum, versteigert werden. Ich hatte dazu Kontakt mit Fabian Heidtmann, einem deutschen Händler (http://www.expeditions-lkw.de/) aufgenommen und landete erst einmal auf einer Warteliste! Anders als bei PKW`s, die fast "immer" und "überall" in jeder gewünschten Version zu bekommen sind, ist der Markt für solche speziellen LKW`s doch recht überschaubar! Es hieß also warten bis in Österreich das nächste Kontingent zur Versteigerung ansteht ... wochenlang, monatelang ... Wenige Tage vor der Abreise in die USA, kam dann völlig überraschend der Anruf! Wieder einige Tage später war ich unterwegs zu Fabian und viele, viele Stunden später saß ich in meinem Steyr 12M18 und hatte die 600 km zurück ins Ruhrgebiet vor mir. .. und dann stand er bei mir auf dem Hof ... und mußte mehr als ein halbes Jahr bis zur Rückkehr aus den USA warten. Anschließend folgten 1 1/2 Jahre mit dem Abrüsten und der Restaurierung bevor er langsam zum neuen Wanderer wurde ...
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