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Das nächste Gewerk - Möbelbau

Grundsätzliches

Auch beim Möbelbau gibt es wieder die unterschiedlichsten Philosophien: Möbel aus Alu, Flightcases, speziell geschäumte Kunststoffplatten und last but not least: Holz. Jedes Material und jede Bauweise hat seine Vor- und Nachteile - und seinen Preis. Meine Wahl: Holz! Unter anderem, weil ich endlich `mal etwas in der Hand habe, was ich aus meinem früheren Leben schon kannte und bei dem ich vor allem das Gefühl hatte, es mit "meinem" Werkzeug und meinen Kenntnissen bearbeiten zu können ...
Klar gibt es auch innerhalb der Wahl "Holz" ungezählte Varianten, von Siebdruck- und Buche-Multiplexplatten bis hin zu beschichteten Sperrhölzern und dem, was beim Bau von Wohnmobilen in der Regel verbaut wird, dem sehr leichten Pappelsperrholz. Auch hier wieder jede Menge Argumente für & wider!
Ich kenne mehrere Selbstausbauer, die mit Buche-Multiplexplatten gearbeitet haben. Vorteil für ein Expeditionsmobil: Extrem stabil und verläßlich - Nachteil: Das Gewicht! Jetzt kann man sagen, bei einem Fahrzeug auf LKW Basis machen die paar Kilos den Kohl nicht mehr fett ... Denkste!

Worüber reden wir: Ich habe 12 Möbelbauplatten verarbeitet - einfache Rechnung: Länge x Breite x Stärke x Anzahl ergeben in Summe 0,6 m³ Holz!
Jetzt die nächste Milchmädchenrechnung: Buche-Multiplex hat ein Raumgewicht von 800 kg/m³ ==> 480 kg verbautes Möbelholz - fast eine halbe Tonne!
mein Schichtholz hat ein Raumgewicht von 450 kg/m³ ==> 270 kg verbautes Möbelholz, also ca. 210 kg weniger!

Wieder zurück zum LKW-Argument: Ja, 210 kg mehr macht so einem dicken Pott nichts aus, aaaber: 

  1. wenn man weiß, daß Verkehrsflugzeuge nach jedem Flug sorgfältig gereinigt werden, nicht nur um es für den nächsten Rutsch aus Passagieren nett zu gestalten, sondern weil jedes Kilo Staub oder Abfälle sich beim Kerosinverbrauch meßbar auswirken, dann kann man sich auch vorstellen, daß 210 kg zusätzliches Gewicht sich auch beim Expeditionsmobil, das ja 100.000 km und mehr fahren soll, entsprechend auswirken!
  2. jedes im Koffer verbaute Kilo hat auch, wie der Physiker sagen würde, eine "Träge Masse"! Bedeutet: Beim Wanken, Bremsen und Beschleunigen des Fahrzeugs reißt jedes Kilogramm auch an seinen Aufhängungen - jedes zusätzliche Kilo bedeutet damit höhere Belastung aller Komponenten.
  3. In der "Szene" gibt es eine sehr wahre Weisheit: Mit einem Geländefahrzeug bleibt man an Stellen stecken, wo man mit einem normalen Fahrzeug niemals hinkommen würde! .. und jetzt zählt jedes Kilo! Um sich aus Sand oder Matsch wieder zu befreien, ist jedes Kilogramm wichtig! Nicht umsonst werden stecken gebliebene Geländefahrzeuge zur Not sogar entladen - nur um sie leichter zu machen ... und 210 kg an zusätzlichem Gewicht sind eine gewaltige Last!

Konsequenz aus allem: so leicht wie irgend möglich ... Denkste! Wieder eine Falle! Wer schon einmal im Innenleben einer Weißware (die heutigen Leichtbau-Wohnmobile) versucht hat, eine Schraube in das Pappelsperrholz zu drehen weiß, daß er auch genau so gut hätte versuchen können, eine Schraube in Toilettenpapier zu drehen und dort etwas dran zu hängen. Dieser Holzschrott sieht von außen nett aus, ist aber butterweich und gewinnt seine -scheinbare- Stabilität lediglich aus der Verleimung und Verschraubung aller möglichen Teile, die erst zusammen eine Art Fachwerk mit gewisser Stabilität ergeben.

Das war jetzt wieder `mal ein kleiner Ausflug in das "Warum" ...

Meine Wahl jedenfalls: 7-fach verleimte und beschichtete Platten aus Ilomba und Pappel, mit 450 kg/m³ 30 kg/m³ schwerer als Pappelsperrholz, dafür aber subjektiv doppelt so stabil und verläßlich wie das, was ich von WoMo`s kenne. Da vergleichbare Holzqualitäten selbst in einer gut sortierten Holzhandlung nur schwer zu bekommen sind, ist die beste Quelle der Hersteller. Hier ist es sinnvoll, Gleichgesinnte zu finden und den Werksverkauf in Anspruch zu nehmen ... da lohnt sich dann selbst eine weite Anfahrt.

Linkliste

Teil Quelle Kommentar Preis
ILO/PA/ILO FU beids. www.v-group.com Vöhringer, Trochtelfingen 24,99 € / m²
http://www.af.nl/du/ gute Alternative: Arnhemse Fijnhouthandel in den Niederlanden
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Grundriß des Wanderer

Bevor jetzt mit den ersten Löchern und Schnitten in die Kofferwände absolut irreparable Sachzwänge geschaffen werden, ist folgendes zu berücksichtigen: Bei der Erschaffung des Universums hat die Große Grüne Moorwachtel auch `ne handvoll Regeln eingeführt - die Naturgesetze! .. und eines davon lautet: Du sollst dir einen Grundriß überlegen bevor du anfängst, Apfelsinenkisten in ein Zimmer zu nageln!

Gesagt, getan ... na ja, sooo schnell geht`s nicht! Ein Grundriß ist nämlich DIE Grundsatzentscheidung überhaupt! .. und eines der mehrdimensionalen Schachspiele bei der Konzeption eines Expeditionsmobils. Jede, absolut JEDE kleine Entscheidung zieht einen Rattenschwanz an Folgeentscheidungen, Kompromissen, Sachzwängen und Abhängigkeiten hinter sich her!

Klar, ich will ein Fenster haben .. tja, aber wie groß und wohin? o.k., da ist`s schön, von da kann ich dann später auf`s Meer schauen ...

  • tja, aber das geht ja nur, wenn ich die Sitzbank so und so hoch baue ...
  • ach so, wenn ich die so hoch baue, dann stoße ich aber mit dem Kopf an den Deckenstaukasten ... also niedriger
  • tja, wenn niedriger, paßt denn dann der Tank noch da drunter?
  • ach so, in der Küche muß ich ja auch noch die Schubladen aufmachen, also Sitzbank kleiner
  • aber dann paßt ja wieder der Tank nicht
  • und wo sollen denn die Rohre für die Heizung herlaufen?
  • ja und dann die elektrischen Kabel - da gehen die überhaupt nicht durch ... also müssen sie dort laufen ...
  • wenn sie aber dort laufen, dann habe ich an der Sitzbank ja gar keine Steckdose für den Laptop
  • also wieder neu überlegen
  • ja, so paßt es ... aber jetzt fehlt die Beinfreiheit wenn jemand gegenüber sitzt
  • und dann die Rückenlehne, die ist ja jetzt viel zu niedrig um bequem sitzen zu können, also wieder neu
  • SCH ..., da muß doch noch ein Heizkörper hin ...

.. und so geht es stunden- und tagelang weiter. Irgendwann begreift man, daß man unmöglich alle Abhängigkeiten berücksichtigen kann! Ich jedenfalls habe die Erfahrung gemacht, daß selbst bei sorgfältigster Überlegung hinterher irgend etwas doch nicht so paßt, wie man es sich wünscht! Die Empfehlung ist also eindeutig: Mut zur Lücke! Sorgfältig planen aber dann auch die Konsequenzen aus Sachzwängen tragen und versuchen Lösungen zu finden!

Dann das Ding mit der Philosophie - jeder hat andere Prioritäten die es umzusetzen gilt. Hier einige Grundsatzüberlegungen zur Entwicklung eines Grundrisses:

  1. Ich habe schon Wochen in Skandinavien und Schottland bei Dauerregen verbracht. An solchen Tagen geht man nur kurz aus dem Fahrzeug, 22 h/d bleibt man dann aber innerhalb des Fahrzeugs - und da sollte man sich halbwegs wohl fühlen! Dazu ist u.a. Helligkeit in Form von Tageslicht entscheidend! Meine Entscheidung: 7 Fenster! Ich habe genügend andere Expeditionsmobile gesehen, die nur 2 oder 3 bessere Schießscharten haben. Wie ich bei Bau der Fenster auch weiter ausgeführt habe, kann und will ich es so nicht haben. Ich würde mich wie in einer Zelle eingeschlossen fühlen. Also sehr viel Fensterfläche! Das hat dann allerdings erhebliche Auswirkungen auf die Gestaltung des Grundrisses.
  2. Möbeloberflächen: Meine Entscheidung: "gebrochenes-", also "Creme-" Weiß im Gegensatz zu vielen Ausbauten, die mit dunklen, teilweise sehr edel aussehenden Möbeloberflächen gearbeitet haben. Meine Gründe: a) der Helligkeitsgewinn wie schon oben beschrieben und b) Moskitos sieht man auf Buche, Eiche oder Teakwänden nicht - auf Weiß schon ... Gut, das ist jetzt nicht Grundriß-relevant, dennoch entscheidend.
  3. Viele haben den Eingangsbereich zum Badezimmer gemacht. Wichtigstes, und verdammt richtiges und gutes Argument: Ein Bad ist eine Naßzelle und eignet sich damit hervorragend als "Dreckschleuse". Kommt man mit nassen, verschlammten Schuhen und Kleidern ins Fahrzeug, ist hier der beste Ort um die Sachen zu wechseln! Nachteile, die mich dazu bewogen haben, dieses Konzept nicht in meinem Grundriß umzusetzen:
    a) benutzt der Partner die Toilette, ist der Eingang von außen und innen blockiert
    b) bei schönem Wetter steht die Tür auf dem Traum-Stellplatz erfahrungsgemäß immer offen! Ein mit Wänden umschlossenes Bad im Eingangsbereich dagegen läßt weniger Licht ins Fahrzeug und verhindert gleichzeitig die freie Sicht auf den Bereich, wo sich "Gäste" dem Fahrzeug nähern und -eventuell uneingeladen- betreten wollen. Es ist eben das, was auch der Name sagt: eine Schleuse
  4. um zusätzlichen Raum zu "gewinnen", gibt es etliche Konzepte, bei denen das Bett, welches tagsüber meist ungenutzt ist, verschwindet und zu einer herrlichen Sitzecke wird.
    Vorteil: Der beschränkte Innenraum gewinnt deutlich an nutzbarer Größe!
    Nachteil: Es gibt hunderte von Situationen, wo man übermüdet oder krank eine Pause braucht und auch tagsüber ins Bett will oder muß! Ist das Bett eben Sitzbank, muß erst wieder umgebaut werden - auf Dauer verdammt lästig und nervend!!! ... ist das Bett dann Bett, gibt`s keine Sitzbank (für den Partner) mehr! Also: Massive Auswirkungen auf den Grundriß
  5. Diese Liste kann jetzt fast endlos weiter geführt werden! Wie groß sollen Küchenspüle und Küchenarbeitsplatte sein? Kühlschrank oder Kühlbox? Wie groß sollen Waschbecken im Bad und Toilette sein? Gerade bei letzter Entscheidung, der Toilette: Fast immer werden Cassettentoiletten aus dem WoMo-Bau eingesetzt. Dafür gibt`s mittlerweile einige pfiffige Lösungen mit schwenk- und verschiebbaren Toiletten. Alle haben aber eines gemeinsam: Sie sind klein! Viel zu klein! Dazu zwei konsequent totgeschwiegene Aspekte aus der Realität über die nicht gesprochen wird:
    a) Die Größe der Brille ... das Teil, auf das man sich setzt um sein Geschäft zu verrichten. Wer kennt aus fernen Ländern nicht Montezumas Rache: Leidet man darunter, kommt`s "hinten" mit gewaltigem Druck ... und gleichzeitig läuft`s naturbedingt auch vorne ... In keinem Verkaufsgespräch wird darüber gesprochen, daß alle Cassettentoiletten ein gemeinsames Merkmal haben: Die Brille ist aus Platz- und Gewichtsgründen so klein, daß sie in ihren Abmessungen mehr einem Töpfchen für Kleinkinder als einem Erwachsenenklo entspricht! Was passiert also: Die Brille ist hinten regelmäßig vollgesch ... und vorne ist`s gleichzeitig über den Rand getröpfelt!
    b) Die Größe der Cassette: Genau jetzt, wenn man in Not ist, wenn man sich elend fühlt und/oder wenn die nächste Entsorgungsmöglichkeit Lichtjahre entfernt ist, genau jetzt ist die Cassette voll! Und nun? Wer entsorgt? Und wohin wenn man nicht auf einem Campground steht? Etwa in die Landschaft? Leider passiert das viel zu oft!

Mein ganz individueller Grundriß für den Wanderer:

Grundriss des Wanderer

Abmessungen:

  • außen 4750mm x 2400 mm x 2136mm
  • innen 4630 mm x 2295 x 1950mm

Erläuterung:

  1. große Fensterflächen - s.o.
  2. große Dachluke über dem Bett: zusätzliches Licht und beste Möglichkeit, überhitze Tropenluft nachts über den Kamineffekt los zu werden
  3. sehr großes und bequemes Bett: Der Wanderer wird nicht für 2 Urlaube á 3 Wochen/Jahr gebaut, sondern um darin leben zu können - daher: kein Kompromiß!
  4. Sitzbank und Tisch ausreichend groß für 2 Personen - für mehr nicht geplant und nur eingeschränkt brauchbar
  5. Toilette aus dem Yachtbereich in haushaltsüblicher Qualität und Größe - s.o.
  6. großes, kompromißloses Waschbecken
  7. Batteriebank unter dem Durchgang zum Fahrerhaus ist gleichzeitig "Notsitzbank" und Einstiegskasten für den Durchgang
  8. deckenhoher "Kleiderschrank" mit E-Zentrale unten, Kühlschrank in der 1. Etage und Stauraum in den oberen Etagen
  9. freier und offener Eingangsbereich - s.o.
  10. großer, 3-flammiger Gasherd mit Backofen
  11. großes, kompromißloses Spülbecken

Diese Aufteilung ergibt einen großen, durchgängigen, hellen "Lebens-" Raum der nicht durch deckenhohe Wände zugebaut ist. Bad und Schrank bilden einen Abschluß dieses Raumes. Grau ist alle Theorie! So "vollkommen" mir dieser Entwurf auch erscheint, bleiben doch quälende Fragen:

  • paßt das wirklich genau so in den Koffer?
  • sind Durchgangs-, Sitz- und Liegehöhen ausreichend?
  • stimmen die Proportionen?
  • gibt es verborgene Stolperfallen und Ecken an die man immer wieder anstoßen wird?
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Einzug in eine Pappwohnung

Um nach Fertigstellung des Grundrisses (s.o.) nicht durch die Fehlentscheidungen von heute Sachzwänge von morgen zu erzeugen, verwende ich ganze 2 Nachmittage darauf, ein Modell aus Pappe zu erstellen ... bevor ich Löcher in den Koffer schneide, die endgültig sind!

Meine Pappwohnung: Links die Küche, dahinter, an der Heckwand das Bett und rechts die Sitzbank. Über allem - die Deckenstaukästen

Pappwohnung im Wanderer

Blick vom späteren Bett nach vorn: Links Sitzbank mit Tisch, dahinter das Bad, nach rechts folgen: Durchgang zum Fahrerhaus, Hochschrank, Tür, Küche

Pappwohnung im Wanderer

Der stolze Besitzer der Einzimmerbutze in seiner Pappwohnung

der Herr der Pappwohnung

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ein Bett entsteht

Vor dem eigentlichen Möbelbau, sollte der Grundriß wohl überlegt und -bis auf Feinheiten- abgeschlossen sein! --> siehe dazu Ausbau --> Grundriß

Das nächste Gewerk, der Bau der Möbel steht an und beginnt mit dem, was wir alle mindestens für 1/3 unseres Lebens brauchen: Einem vernünftigen Bett! Auch hier wieder die Chance eines Eigenbaus: Ein Standardbett mit 1,40 m Breite ist mir bei Nutzung mit 2 Personen ein Hauch zu eng - die nächste Größe, 1,60 m etwas zu breit! Die Lösung: Die goldene Mitte mit 1,50 m ... und DIE gibt es natürlich nicht zu kaufen! Weder ein Bettkasten in dieser Größe, noch die Matratze und auch kein Lattenrost ...

Hier entsteht der Rahmen für den "Lattenrost":

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Juli 2016, meine neuen Nachbarn, Franz & Lisa sind gerade eingezogen

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Das Bett überspannt die Heckgarage über die gesamte Innenbreite des Koffers (2.295 mm). Bei einer Matratzenlänge von 2 m sind im Kopf- und Fußbereich noch knapp 30 cm für Staufächer frei. Die Basis des Bettes ruht an den 3 Wandseiten auf 4 x 4 cm Alu-Winkelprofilen die an den Wänden verklebt und vernietet sind:

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Über der auf den Profilen liegenden Grundplatte sind 4 Steher in Quer- und ein Rückseitensteher in Längsrichtung des Bettes verbaut. Diese Steher bilden zum einen die Auflagefläche für die Bettplatte, zum anderen unterteilen sie den Raum in riesige Staufächer. Um diese Staufächer nutzen zu können, ist die Bettplatte heckseitig in 2 Scherenscharnieren mit je einer Gasdruckfeder gelagert. Damit kann das eigentliche Bett einschl. Matratze leicht angehoben werden um an die Staufächer zu gelangen:

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Detailbild der Scherenscharniere:

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Anstelle eines Lattenrostes habe ich für die Matratzenauflage das Bettsystem Froli-Star Mobil verbaut. Gründe:

  1. ein Lattenrost in 1,50 m Breite ist nur schwer zu bekommen
  2. viel wichtiger aber: die Unterfederung der Matratze ist bei Lattenrosten immer abhängig von der Position mit der man im Bett liegt. Federlatten sind gebogen und federn in der Mitte anders als am Rand. Noch "seltsamer" wird das Federverhalten bei 2 Personen im Bett: Jede Drehung des Einen läßt den Partner gleich mit schaukeln
  3. das Froli Bettsystem kann zudem noch leicht auf persönliche Bedürfnisse eingestellt werden
  4. außerdem ist es leichter als ein Lattenrost und
  5. baut extrem niedrig

Da die Auflageteller ca. 3 cm höher als die Ränder der Grundplatte sind, kann die Feuchtigkeit in der Matraze zu allen Seiten entweichen. Nichts ist schlimmer als eine nach unten und zu den Seiten fest eingeschlossene Matraze, die ihre Feuchtigkeit nicht los wird und letztlich von unten zu schimmeln beginnt ...

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Hier die -bis auf Kopf- und Fußkästen- fertige Konstruktion:
Die jetzt noch sichtbaren Schraubenköpfe in der Frontplatte werden später hinter anderen Einbauten verschwinden.
Zu sehen ist eine der beiden Schlaufen (schwarz, Vordergrund der Matratze) mit der der gesamte Bettkasten angehoben werden kann.

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Einstiegsleiter für das Bett

.. seit dem letzten Bild von oben sind viele, viele Monate vergangen und alles ist deutlich ansehlicher geworden. Das Bett "hängt" schon längst nicht mehr einsam und allein an der Heckwand herum, sondern ist inzwischen von Küche und Sitzbank eingerahmt. Außerdem hat es jetzt, Anfang September 2018, eine eigene Einstiegsleiter bekommen. Anstelle einer -aufwendigen- Eigenkonstruktion, habe ich aus dem Baumarkt für kleines Geld eine einfache "Deckenleiter" gekauft und entsprechend umgebaut. Eigenkonstruiert hätten allein die verwendeten Scharniere schon genauso viel gekostet, wie die ganze Leiter ...
So fielen also ein ganzes Segment der 3-teiligen Leiter sowie einige Sprossen der Säge zum Opfer und übrig blieb eine passende Einstiegsleiter. Die wurde dann auf eine 19 mm starke Siebdruckplatte aus Restbeständen geschraubt. Die Platte dient gleichzeitig in entsprechende Führungen unter dem Bett als "Schublade" und wird zum Einstieg einfach ausgezogen und umgeklappt:

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Fertig eingebaut als ausziehbare "Schublade" unter dem Bett sieht die Leiter dann so aus:
Die untere (Kinder-) Stufe ist zum Auf- und Absteigen nicht erforderlich, dient aber zur Stabilisierung dieses umklappbaren Segments.

Einstiegsleiter für das Bett im Wanderer

So sieht`s dann im ein- (um-) geklappten und eingeschobenen Zustand aus - damit verschwindet die Leiter tagsüber komplett hinter der Tür zur Wasseraufbereitung. Sind hier Arbeiten erforderlich, kann die gesamte Leiter ohne weiteres Öffnen von Schrauben oder Arretierungen komplett aus der Schubladenführung herausgezogen werden.

eingefahrene und zusammengeklappte Bettleiter im Wanderer

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Linkliste Bett

Teil Quelle Kommentar Preis
Alu Winkel:  40 x 40 x 3 mm,2.000 mm http://www.alu-messing-shop.de Alu Winkel "ELOXIERT" Aluprofil L Profil Aluminiumprofil Winkelprofil Aluminium 10,07 € / 2 m
2 Scherenscharniere www.campingmarkt.eu 129,19 €
2 Froli-Star Mobil www.campingplus.de 230,40 €
1 Matratze www.otts-traumwelt.de Kaltschaummatratze RG 50, Mehrzonen-Ausführung, Kernhöhe 14 cm, Gesamthöhe 16 cm 537,00 €
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Deckenstaukästen

Das Bett ist fertig und es folgen die ersten Deckenstaukästen - beginnend am Heck. Die quer über die Innenbreite durchgehende Grundplatte wird über die 3 im Bild sichtbaren Möbelsteher an der Decke -und die Platte selbst an den Wänden- befestigt:

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Die Platte wird komplett vormontiert und dann über die verzinkten Winkel an Wänden und Decke vernietet

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Aus der Nähe wird auch die Konstruktion der verwinkelten Möbelsteher an den Ecken deutlich. Sie müssen sowohl die Scharniere für die Heckklappen als auch für die jeweils folgende erste Seitenklappe aufnehmen:

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Die nächste Reihe von Deckenstaukästen findet ihren Platz. Der abenteuerlich anwirkende Unterbau aus Kartons ist der Tatsache geschuldet, daß beim "Alleinbau" manchmal 2 Arme & Hände nicht ausreichen um so sperrige Teile anzuhalten und gleichzeitig die provisorischen Stützen zu plazieren und zu spannen.

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Auch die andere Seite wird in diesem Zuge fertiggestellt. Der Einbau der Klappen erfolgt allerdings erst deutlich später - Gründe:
  1. Die Klappen erhalten noch Kantenumleimer und diese Arbeit ist noch nicht abgeschlossen
  2. Vor der Endmontage folgen jetzt -wo alles noch gut zugänglich ist- erst die Verlegung von Kabeln in den Staukästen sowie die Installation von Lichtleisten

irgendwann demnächst geht`s also hier erst weiter ...

.. und jetzt, ein paar Monate später, Stand Oktober 2017, gehen auch die Staukästen ihrer Fertigstellung entgegen:

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Fortsetzung folgt ...

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Sitzbank

Wenn eine ganze Wohnung in einem einzigen Zimmer unter gebracht werden muß, dürfen Wohn- und Eß-"Zimmer" natürlich nicht fehlen und werden zu einem einzigen "Block" reduziert: Der Sitzbank:

SiBa-Maße

Da beim Sitzen natürlich nicht die gesamte Höhe des Koffers erforderlich ist -es würde einfach zu viel Raum über dem Kopf verschenkt- wird die Sitzfläche über einen Doppelboden von 25 cm Höhe nach oben gesetzt. Dieser klappbare Boden bietet damit zusätzlichem Stauraum. Innerhalb der Sitzkästen sind auch noch Tanks untergebracht:

  • unter der hinteren Sitzbank (am Bett) ist der große, 340 l fassende, Frischwassertank eingebaut (näheres im Kapitel WGS)
  • unter der vorderen Sitzbank (zum Bad) ist der 130 l fassende, Schwarzwassertank eingebaut (näheres im Kapitel WGS)

SiBa-Raum.gif

Sitzbank und Tanks sind an/in ein Gerüst aus massiven, schichtverleimten Buchenleisten gebaut die einen Großteil der auftretenden Beharrungskräfte beider Tanks aufnehmen sollen. Das Gerüst bildet auch die Basis des Doppelbodens zwischen den Sitzbänken.

Schon erstaunlich, wie klein und eng alles wird wenn dann die ersten Möbel und Wände stehen ...

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Ein paar Monate später, nach Abschluß der Verlegearbeiten für Wasser- und Heizungsrohre sowie der Elektrik (Stand 24.01.2018), ist schon deutlich besser zu erkennen, was hier einmal entstehen soll:

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28. Februar 2018, die Polster liegen und damit ist die Sitzbank jetzt fast fertig!
Nur das Umfeld, der Doppelboden, der Tisch sowie die Heizung brauchen noch ein paar Arbeitsstunden ...

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Kleines Schmankerl am Rande und ohne das es so geplant war: Meine Nietzange paßt perfekt zur Polsterung:

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