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Wasser, Gas und Scheiße, WGS, im Wanderer

Wasser - Gas - Scheiße, WGS, ein Thema für sich - von sauber bis anrüchig! Mußte ich bisher schon Planungsingenieur, Fahrzeugtechniker, Lackierer, Trocken- und Fensterbauer sowie Möbelschreiner werden, kommt jetzt die nächste Weihe, WGS-Beauftragter, also Sanitärinstallateur, Aufbereitungstechniker und Gasmann! Äh, Gas kommt noch ...

Die gesamte Wasserführung im Wanderer besteht aus 4 unterschiedlichen Systemen:

  1. dem Frischwasserkreis mit Trink- und Brauchwasser
  2. dem Grauwasserkreis in dem Wasch-, Spül- und Duschwasser abgeführt, gesammelt und entsorgt werden
  3. dem Schwarzwasserkreis in dem Fäkalien abgeführt, gesammelt und entsorgt werden sowie
  4. dem Heizkreislauf

Hier der Leitungsplan für Frisch-, Brauch- und Heizungswasser - lediglich als Übersicht. Besser "lesbare" Detailpläne sind unter den einzelnen Menüpunkten aufgeführt. Die "graue" (Abwasser) und "schwarze" (Fäkalien) Pleurre zu entsorgen, ist -wie oben schon gesagt- wieder ein eigenes Rohr-/Tanksystem und wird ebenfalls später aufgeführt.

Leitungsplan Frisch-, Brauch- und Heizungswasser

Legende

  • RL - Rücklauf
  • VL - Vorlauf
  • WWT - WhiteWaterTank
  • BWT - BlackWaterTank

Grundsätzlich gilt folgendes Konzept: Fast alle wasserführenden Leitungen und Installationen befinden sich innerhalb des Koffers! Entscheidender Grund ist die Frostsicherheit! Da der Wanderer kein Schönwetter-Fahrzeug ist und nur zwischen europäischen Campingplätzen bewegt wird sondern auch -so die Große-Grüne-Moorunkel mitspielt- so außergewöhnliche Orte wie den Paso de San Francisco (immerhin 4.726 m über N.N.) in den Anden zwischen Argentinien und Chile befahren wird, ist der Frostschutz ein entscheidendes Kriterium. Übernachtungen in mehreren 1.000 Metern Höhe, ja selbst auf Meereshöhe in der Sahara, überraschen nachts mit tiefen Frosttemperaturen. Um außen liegende Tanks und Leitungen gegen sinkende Temperaturen zu schützen, reichen umfangreiche Isolierungen nicht aus. Gefrierendes Wasser wird zu Eis und vergrößert dabei sein Volumen! Die dabei entstehenden Kräfte können problemlos massiven Stein sprengen! Viel leichter noch ist es, Tanks, Rohre und Verbindungen zum Platzen bringen. Selbst wenn nicht der worst case eintrifft, können sich im System einzelne Eisklötze bilden und für eine böse Überraschung sorgen wenn am nächsten Morgen das Wasser in der Toilette oder im Spülbecken wegen Verstopfung einfach nicht abfließen will sondern lieber überquillt..

Da Isoliermaßnahmen bei lang anhaltenden und/oder deftigen Minustemperaturen bei weitem nicht ausreichend sind, greift gerade die WeissWare-Fraktion (WoMo/Caravan) darauf zurück, Unterflurtanks zu beheizen! Das mag in der Umgebung von europäischen Campingplätzen mit entsprechender Infrastruktur (Gasversorgung und/oder elektrischer Fremdanschluß) noch halbwegs vertretbar sein - bei einem Expeditionsmobil, wo maximale Autarkie und Unabhängigkeit von Ressourcen jedoch an oberster Stelle stehen, grenzt es an Sünde, den kostbaren Gas- oder Dieselvorrat zum Heizen von Scheiße zu verschwenden! Konsequenz: Alle wasserführenden Komponenten werden innerhalb des frostsicheren Koffers verbaut! Einzige Ausnahme ist der Grauwassertank - warum, erläutere ich an entsprechender Stelle. Der Nachteil der Entscheidung für innen liegende Tanks: Verlust an kostbarem Volumen innerhalb des Koffers!

 

Sämtliche Leitungen, Kalt- und Heißwasser sowie Vor- und Rücklauf der Heizungsanlage, sind mit rot oder blau isolierten 16/2-Alu-Verbundrohren und EURO-Konus-Fittingen ausgeführt. Beim Abrollen der Rohre von der Rolle konnte ich diesen beeindruckenden "Tanz der Kobra" beobachten:

Alu-Verbundrohre im Wanderer

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Zoll ist nicht gleich Zoll!

Eine ganz besonders böse Falle erwartet jeden, der -wie ich- zum ersten Mal im Leben versucht, seine Fittinge, Rohre und Schläuche zu planen. Da gibt`s dann bei den technischen Angaben zur Pumpe, zum Boiler und zu was auch immer die Anschluß-Angaben wie z.B. AG 1/2" - heißt: Außengewinde mit 1/2" oder z.B. IG 3/4", also Innengewinde ... und man plant munter drauf los. Irgendwann, wenn der Kopf vor Umrechnung von Millimetern auf Zoll und umgekehrt richtig heiß gelaufen ist, trifft man seine Entscheidungen und bestellt. Der Lohn ist ein erleichtertes, tiefes Durchatmen weil man den gordischen Knoten aus zig verschiedenen Größen und Durchmessern endlich in seine eigene Planung hat umsetzen können! 2 Tage später dann der große Moment, an dem die Paketboten eintrudeln und dann 100 Fittinge, Winkel, Übergänge und was auch immer auf dem Boden ausgebreitet sind. Aus dem erleichterten, tiefen Durchatmen wird ein breites Grinsen: Klar muß man jetzt dieses Puzzle richtig zusammensetzen, aber bis hierhin hat man`s ja geschafft und der Rest fügt sich dann schon ...

An der eigenen Baustelle werden dann alle Teile sorgfältig über die verschiedenen Einbauorte verteilt ... und jetzt breitet sich zum 1. Mal eine unerklärliche Ernüchterung aus! Ja, einige Teile passen wohl toll zusammen, aber die Mengen stimmen nicht ... und, was soll das hier? So etwas großes habe ich doch gar nicht bestellt ... oder? Und jetzt wird das Puzzle richtig ekelhaft. Ich habe viele Stunden damit verbracht, die verschiedenen Lieferungen, vorhandenen Teile und bestellten Mengen wieder aufzudröseln. Das Ergebnis: Irgendwas stimmt da nicht mit den Mengen und den Größen. Die Fummelei wird immer schlimmer und irgendwann habe ich mich auf einen Lieferanten und eine Serie von Teilen reduziert - und siehe da, eine ganz böse Erkenntnis wird langsam klarer: Wenn ich etwas in 3/4", also 19 mm, bestellt habe, ist es mit 26 mm, also 1" geliefert worden ... Am nächsten Tag geht die Sucherei weiter und irgendwann reift die Erkenntnis, daß alles was paßte, reiner Zufall ist! Alles, was ich ausgesucht und bestellt habe, ist grundsätzlich 1/4" größer als ich es wollte!

Anruf bei dem ersten Lieferanten und nach einer 1/4 Stunde habe ich irgendwie etwas gehört von wegen, daß ich nicht einfach Zoll in Millimeter umrechnen darf ... und erst recht nicht, irgend etwas mit einem bestimmten Durchmesser auch genau in diesem zu bestellen! Nicht verstanden? Ich auch nicht! Anruf beim nächsten Lieferanten, Ergebnis: Genauso verwirrend aber irgendwo in den Worten steckte etwas ähnliches: Zoll ist nicht gleich Zoll! Hä? Immer noch nicht verstanden? Ich auch nicht! Anruf beim 3. Lieferanten, der Firma Heima24, Ergebnis: Ein sehr kompetenter Mitarbeiter der mir zum 1. Mal verständlich erklären konnte, daß Zoll wirklich nicht gleich Zoll ist!

Ich versuche jetzt auf keinen Fall dieses Mysterium verständlich zu erklären! Zu groß ist die Gefahr, daß ich das eine Zoll mit dem anderen und seinen Millimetern wieder verwechsel! Ich kann nur den Tipp geben: Hat man irgendwo ein Gewinde mit 19 mm, also 3/4" und möchte da etwas drauf drehen, darf man auf gar keinen Fall einen Fitting mit 3/4" bestellen sondern einen mit 1/2"! Wer das wirklich verstehen will, dem empfehle ich bei https://www.heima24.de/ die Seite "Umrechnungstabellen und weitere nützliche Infos rund um die Heizung" und dort das Kapitel "Zollangaben von Innen- und Außengewinde im Heizung- Sanitärbereich" zu lesen ... vielleicht wird`s dann klarer ...

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WhiteWater (WW) - Frischwasser im Wanderer

Das Frischwassersystem an Bord des Wanderer besteht aus 4 Hauptkomponenten:

  1. Frischwasserzulauf durch Anschluß in der Heckgarage und Vor-Aufbereitung des WW bei Bedarf (Bypass): Das Frischwasser gelangt im unteren Leitungsplan links oben, durch den blauen "WWT Zulauf", in die WWAufbereitung (wird weiter unten noch separat beschrieben). Nach dieser ersten Aufbereitung gelangt das WW (Frischwasser) über den "WWT Zulauf" in den großen WWTank
  2. WWTank zum Bunkern des Wassers: Die Entnahme erfolgt in der Grafik unten über den grünen "WWT Zulauf" und gelangt in die
  3. WWAufbereitung um bei Bedarf (über Bypass) Verunreinigungen und Keime aus dem Wasser zu filtern
  4. Verbraucher

Alle Komponenten werden im folgenden noch gesondert beschrieben.

Leitungsplan Frischwasser

Unterschlagen habe ich noch eine schwarze Leitung links oben zwischen WWT Zulauf und -Überlauf: Dies ist ein vollkommen eigenständiger Zulauf um den BWT spülen zu können. Der Spülwasseranschluß hat keinerlei Verbindung zum sonstigem Wasserkreislauf, da hier die Gefahr einer Verschleppung von Fäkalbakterien in den Frischwasserkreislauf bestehen würde! Der BWT hat eine eigene Entlüftung. Bei der Entleerung über den 3"-Abgang dient diese Spülleitung auch als zusätzliche Entlüftung.

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Frischwasser Aufbereitung (WWTA) im Wanderer

Noch bevor der erste Tropfen Wasser in den WWT, den Frischwassertank gelangt, kommen bereits 2 Vorfilterstufen:

Vorfilterstufen Frischwasser Aufbereitung

Dabei muß das Bunkerwasser (wird in der Grafik links ins System eingeleitet) grundsätzlich die erste Filterstufe, einen auswaschbaren Vorfilter aus Nylon mit 100 µm*) passieren. Dessen Aufgabe es ist, gröbere Schwebstoffe im Wasser wie Rostflocken aus Versorgungsleitungen oder organische Teile im Wasser zu filtern. Der nachfolgende Bypass erlaubt bei guter Wasserqualität die nächste, die 2. Filterstufe zu umgehen. Wird sie jedoch zugeschaltet, durchläuft das Bunkerwasser einen ebenfalls wiederverwendbaren Polypropylen-Vorfilter mit nur noch 10 µm, der nahezu alle Schwebstoffe im Wasser abfangen sollte.

Erst nach diesen 2 Filterstufen erreicht das Bunkerwasser den WWT, den Frischwassertank.

*) 1 µm, Mikrometer, ist nur noch ein millionstel eines Meters oder auch ein tausendstel eines Millimeters! Ein feines, menschliches Haar ist ca. 50 mal dicker als 1 µm

Die fertige Installation der Vorfilterung:

Vorfilterung Frischwasser

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WhiteWater (WWT)- FrischwasserTank im Wanderer

Unter der hinteren Sitzbank befindet sich der Frischwassertank. Er bezieht das zu bunkende Wasser über 2 Vorfilter (s.o.) und hat ein Volumen von ca. 340 l und das ist, ja, wieviel eigentlich? Auf alle Fälle sehr viel! Wir Deutschen sind ja dafür bekannt, alles wohlfeil zu ordnen und zu systematisieren und daher gibt`s auch eine sog. "Normbadewanne" ... und die faßt 140 l, d.h., mein Frischwassertank bunkert fast zweieinhalb deutsche Normbadewannen! Also wirklich verdammt viel! Daher gleich die Antwort auf die Frage "warum so ein Riesentrumm"?
Also: Die beträchtliche Größe des Tanks ergibt sich aus der Forderung, eine möglichst große zeitliche Reichweite zu realisieren - wochenlange Unabhängigkeit von jeder Ver- und Entsorgung war eine selbstgesteckte Bedingung in meinem Lastenheft. Erfahrungswert aus bisherigen Fahrten: bei normalem Verbrauch, ohne exzessive Sparbemühungen aber auch ohne Gebrauch der Dusche reichen bei mir allein 100 l Frischwasser für maximal 1 Woche, daraus folgt, daß ich mit der jetzigen Kapazität eine Reichweite von fast einem Monat habe!
o.K., das ist die Theorie, bleibt immer noch die Frage nach dem Warum? Antworten dazu:

  1. Sicherheit! Noch einmal: Der Wanderer bewegt sich so manches mal in Gebieten mit sehr weitläufiger Versorgungs-Infrastruktur und hier ist Reichweite = Sicherheit!
  2. Sicherheit! Eine Panne oder z.B. Festfahren im Sand bedeutet u.U. einen ungeplanten Aufenthalt und hier ist Reichweite = Sicherheit!
  3. Unabhängigkeit! Ich fahre nicht nach Fahrplan sondern nach Gefallen - will heißen: Die schönsten Plätze zum Verweilen sind im Vorfeld nicht bekannt und geplant, sondern "erscheinen" unerwartet! Reichweite bedeutet hier die Freiheit, an einem Traumplatz auch tagelang stehen zu bleiben ohne den ständigen Druck Nachschub bunkern zu müssen. Beim Tauchen gilt die Regel: 1/3 des Luftvorrats für den Tauchgang, das 2. Drittel für den Rückweg und das letzte Drittel als Reserve. Diese lebenswichtige Regel kann prinzipiell auch auf Touren im Offroad, im Backcountry, im Outback übertragen werden ... Reichweite = Sicherheit = Freiheit!

Ein Wort zum "Ein-Tank-System": Etliche Selbstausbauer haben 2 oder sogar 3 getrennte Frischwassertanks verbaut. Gute Gründe dafür:

  • Kommt es zu einer Beschädigung an einem Tank, ist nur dieser davon betroffen - die Wasservorräte der funktionierenden Tanks stehen aber weiter zur Verfügung
  • muß Wasser mit schlechterer Qualität gebunkert werden, wird dadurch der gesamte vorhandene Wasservorrat mit verschmutzt. Hat man 2 oder 3 Tanks, können die unterschiedlichen Qualitäten getrennt werden

Ich habe mich gegen ein "Mehr-Tank-System" entschieden. Meine Gründe:

  • der apparative Aufwand und die Anschaffungskosten steigen enorm, wenn Tanks, Zu- und Ableitungen, Ventile und Fittinge in mehrfacher Ausführung eingesetzt werden
  • im täglichen Betrieb auf "Großer Fahrt", halte ich nach meinen Erfahrungen den logistischen Aufwand, 2 oder 3 verschiedene Tank-Füllstände und gleichzeitig 2 oder 3 verschiedene Wasserqualitäten zu managen, für nicht praktikabel
  • Beschädigungen an Tanks sind äußerst selten - Beschädigungen/Undichtigkeiten an Ventilen und Leitungsverbindungen dagegen erheblich häufiger! Werden mehrere Tanks eingesetzt, verdoppelt oder verdreifacht sich damit die Wahrscheinlichkeit von Leckagen

Einzelheiten zum WhiteWater-, also zum Frischwassertank

  • Sonderanfertigung, Polyethylen (PE), geschweißt
  • Maße in mm: 800b x 850t x 500h, Fassungsvermögen ca. 340 l
  • innen liegende Schwallwand
  • Anschlüsse s.u.

Komponenten des Frischwassertanks

Komponenten des Frischwassertanks:

  1. In der Grafik links ist der Überlauf. Beim Befüllen des Tanks wird dieser Schlauch, der im Reisebetrieb durch eine Gewindekappe verschlossen ist, geöffnet und nach außen geführt. Er dient dabei als zusätzliche Entlüftung um Überdruck im Tank zu verhindern. Wird der Tank überfüllt, kann hier das Wasser ablaufen.
  2. Gleich rechts neben dem Überlauf wird ein 2. Schlauch aus dem Tank geführt: Bei der Wasserentnahme aus dem Tank kann hier Luft nachströmen und einen Unterdruck im Tank vermeiden. Damit bei heftigen Geländeritten hier kein "Spritz"-Wasser austritt, ist die Entlüftung 30 cm nach oben in den Bettkasten geführt
  3. Wieder eine Position weiter nach rechts -im Bild grau- ist der Tankzulauf zum Befüllen. Er bezieht sein Wasser aus den vorgeschalteten Vorfiltern
  4. Auf der Tankoberseite ist links eine kleine Bohrung für den Tankgeber
  5. rechts daneben eine große Wartungsöffnung in der Tankoberseite
  6. ganz oben rechts der Schlauchnippel zur Wasserentnahme über die Pumpe. Unterhalb des Nippels ist ein Steigrohr in den Tank eingeschweißt das bis kurz über den Tankboden reicht
  7. links und rechts unten sind zwei 1" Innengewinde zur Entleerung des Tanks. Der linke Anschluß (direkt an der Heckklappe) ist mit einem Blindstopfen (dauerhaft) verschlossen, über den rechten Ablauf kann der Tank über den Kugelhahn ohne die Pumpe entleert werden. Der Schlauch ist durch den Kofferboden nach außen geführt

Linkliste WWT

Teil Quelle Kommentar Preis
WWT http://www.dlkunststofftechnik.de/ Kunststofftechnik Dietmar Leyh, Unna 520,00 €
div. PP Fittinge https://www.pvc-welt.de/ Winkel, Schlauchnippel, Übergänge aus Polypropylen
div. Schläuche http://www.schlauch-profi.de/ div. Arten und Durchmesser
Kugelhahn https://www.heima24.de/ 5,59 €
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Frischwasser Aufbereitung (WWA) im Wanderer

Wird über die im WWTank eingeschweißte Steigleitung Frischwasser entnommen, gelangt es über die Druckwasserpumpe (mit eigenem Vorfilter) in das eigentliche Aufbereitungssystem. Nach der Pumpe folgt zuerst ein 5 Liter fassender Druckausgleichsbehälter. Hier wird bei Kleinstentnahme von Wasser aus den Leitungen der Druckabfall ausgeglichen und verhindert ein ständiges Ein- und Ausschalten der Pumpe. Wird kontinuierlich Wasser entnommen, sinkt der Druck im Ausgleichsgefäß immer weiter bis bei 1,4 bar die Pumpe wieder anspringt.

Nach dem Druckausgleichsbehälter kommt noch ein Manometer um den Druck im System kontrollieren zu können.

Es folgt der eigentliche Aufbereitungszweig im System. Bei sehr guter Wasserqualität im Tank können alle Filterstufen wahlweise über die Bypässe (oberer Zweig "Bypass WW") umgangen werden.

Steigt die Verschmutzung des Wassers, können dann die beiden nächsten Filterstufen im System zugeschaltet werden:

Nach diesen beiden Filterstufen stehen 3 mögliche Zweige zur Verfügung:

  1. Wasser für den eigenen Trinkwasserhahn an der Küchenspüle
  2. Wasserverteilung für alle weiteren Verbraucher im System
  3. ausschließlich für die Trinkwasserentnahme kann noch eine letzte Filterstufe separat zugeschaltet werden: ein kombinierter Keramik-/Aktivkohlefilter mit nur noch 0,15 μm (0,00015 mm) Durchlaß. Diese letzte Filterstufe ist derart fein, daß -so die Theorie- alle Bakterien, ja sogar Viren aus dem Wasser ausgefiltert werden.

Frischwasser Aufbereitung

Neben der Verteilung auf die verschiedenen Zweige (im oberen Bild ganz unten) ist nach links noch ein Ablauf vorgesehen der mit einem eigenen Kugelhahn gesperrt ist. Dieser Ablauf am tiefsten Punkt der gesamten Wasserversorgung ermöglicht (neben einem Ablaß am WWT) den Ablauf aller Kreise durch einen Bodenablaß.

Das große Puzzle - gefühlte 1.000 Fittinge, Filtergehäuse, Hähne und Schläuche warten auf ihren Einbau:

Puzzle aus Fittingen, Filtergehäusen, Hähnen und Schläuchen

gaaanz langsam lichtet sich das Chaos und macht geordneteren Strukturen Platz ... hinter dem provisorischen Halter aus Holz ist bereits der Boiler aufgebaut

Frischwasseraufbereitung und Boiler im Wanderer

Stand 16. Januar 2017: Der letzte freie Blick auf die gesamte WWA. Schon bald verhindern Möbelsteher und Trennwände den Blick.
  • ganz links im Bild der WWT, an der unteren Ecke der Tankablaß
  • in der Bildmitte die 3 Filterstufen für die Reinstwasseraufbereitung
  • rechts im Bild der Boiler, der sowohl an die Wasserversorgung als auch die an die Heizung angeschlossen ist

gesamte Frischwasseraufbereitung

.. und daran werde ich mich nie wirklich gewöhnen können: 5 x messen, noch 5 x überlegen und dann irgendwann der Griff zum Bohrer ... die beiden Wasserablässe für den Tank (Bildmitte: kleiner, roter Iso-Stutzen im Boden) und links daneben der Systemablaß. Nicht im Bild noch ein 3. Ablaß für den Boiler-Überlauf, der immer geöffnet sein muß um die Ausdehnung bei Erhitzung zu sichern.

Bodendurchbrüche im Wasserkreislauf

.. und hier im eingebauten Zustand:

eingebaute Frischwasseraufbereitung

Links hinter den jetzt eingebauten Trennwänden befinden sich noch der Boiler und die Außendusche. Letztere auch ein besonderer "must have" - Punkt aus meinem Lastenheft: Bei schönem Wetter gibt`s so die Möglichkeit auch außerhalb des Badezimmers eine kühle -oder auf Wunsch- auch warme Dusche zu genießen. Über den Brauchwassermischer kann die Wassertemperatur geregelt werden - die Absperrung des Zulaufs erfolgt jedoch über den nachgeschalteten Kugelhahn. Um beim Duschen direkt die Wasserzufuhr zu stoppen, hat der Duschkopf einen eigenen Absperrhebel.

Über dem Brauchwassermischer sind auch schon je eine 230 V und eine 24 V Steckdose zu erkennen - sinnvoll, um Lampen oder andere elektrische Geräte für den Außeneinsatz zu versorgen.

Boiler und Außendusche

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Linkliste WWA

Teil Quelle Kommentar Preis
AluVerbundRohr DN 10 16 x 2 mm eBay www.solarheizungsshop.de; 50 m rot isoliert + 25 m blau 97,35 €
div. PP Fittinge https://www.pvc-welt.de/ Winkel, Schlauchnippel, Übergänge aus Polypropylen
div. Schläuche http://www.schlauch-profi.de/ div. Arten und Durchmesser
Kugelhähne https://www.heima24.de/ 5,59 €/Stück
Filter, -Gehäuse http://shop.purway.de/ Gesamtpreis für alle Gehäuse und Filter 214,10 €
Shurflo LS4242 www.regenwasser.com 149,75 €
div. EURO-Konus Fittinge www.solarheizungsshop.de
Manometer www.heima24.de/ 5,89 €
4-fach Verteiler eBay 22,00 €/Stück
Boiler http://www.marine-sales.de/ Isotemp Slim 15 Warmwasserboiler 398,00 €
Druckausgleichsgefäß eBay 24,40 €
Brauchwassermischer eBay 53,20 €
Duschkopf vorhanden Gardena System
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