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Der Wanderer, der Namensgeber dieser InternetSite

Diese Seiten zeigen in allen Einzelheiten die Entstehung dieses Expeditionsmobils, des Wanderer. Auf Basis eines Steyr 12M18 des Österreichischen Bundesheeres wurde der geländegängige, Allrad-getriebene, ehemalige Militär-LKW fast vollständig zerlegt und restauriert. Zusammen mit dem selbstgebauten Wohnkoffer mit eigener Stromversorgung, Heizung und Wasseraufbereitung ermöglicht das Fahrzeug wochenlange Unabhängigkeit in Gebieten, die auf normalen Wegen fast nicht erreichbar sind.

Wie es bei solchen Fahrzeugen üblich ist, sind sie irgendwann reisefertig, niemals aber fertig! Es ist noch Arbeit für viele Monate vorhanden bis ich mein Lastenheft mit allen selbst gestellten Anforderungen abgearbeitet habe ... und auch dann ist er nicht wirklich fertig! Es gibt immer etwas zu reparieren, zu verbessern, nachzuarbeiten ...

Hier der Ausbaustand im September 2018:

der Wanderer, Stand Sept. 2018

Entstanden ist der Wanderer auf Basis eines ehemaligen Militär-LKW`s, einem Steyr 12M18. In Eigenarbeit wurde das Fahrzeug ab Oktober 2014 abgerüstet und anschließend vollständig restauriert. Es folgten der Bau des Koffers sowie dessen gesamter Ausbau mit Möbeln, Elektrik, Wasser Ver- und Entsorgung und allem, was für ein autarkes Leben in diesem fernreisetauglichen Expeditionsmobil erforderlich ist. Die folgenden Seiten beschreiben detailliert den gesamten Entstehungsprozeß des Wanderer. Die einzelnen Themenblöcke können über das Menü im Kopf jeder Seite detailliert angesprungen werden.

So sah er noch ein Jahr zuvor während der Lackierarbeiten aus - die Ähnlichkeiten zum Bild oben sind unverkennbar und erst bei genauerem Hinsehen kann man einen kleinen Teil der hunderte von Einzelarbeiten erkennen, die auch zum Ausbau dieses Fahrzeuges gehören ... ob es die Staukästen sind, die Dachreeling, die Solaranlage und vieles, vieles mehr ... allein der Teil der Zulassung füllt ein eigenes Kapitel!

der Wanderer, Stand Mai 2017

Das ist im November 2017 ein Blick in die tiefsten Eingeweide des Wanderer in denen die "Hand des Schöpfers" noch einiges erledigen mußte ...

Elektrozentrale des Wanderer im Bau

.. und so habe ich ihn im April 2014, wenige Tage vor dem Abflug in die USA bekommen: Der Steyr 12M18 vor seinem Aus- und Umbau zum Wanderer:

Ein halbes Jahr stand er bis zum Ende einer 16.000 km langen Fahrt durch den Westen der USA auf seinem Stellplatz bis das große Projekt mit dem nächsten Schritt startete - Ziel war und ist der Bau eines fernreisetauglichen Expeditionsmobils.

Steyr 12M18 vor dem Ausbau zum Wanderer

Der Steyr 12M18 (siehe Daten) ist ein geländegängiger, Allrad-getriebener, ehemaliger Militär-LKW des Österreichischen Bundesheeres. Als ich ihn im April 2014 aus Süddeutschland abgeholt habe, wurde ich in meiner Übernachtungspension (die Zugfahrt ins tiefste Bayern, die Übernahme des Steyr und Rückfahrt ins Ruhrgebiet war an einem Tag einfach nicht zu schaffen) gleich von einem anderen Gast angesprochen der sich wunderte, daß ein Zivilist aus dem Fahrerhaus stieg. Wir kamen schnell ins Gespräch und seine erste Frage war, was DAS denn sei ... die zweite dann, warum sich jemand ein solches Schwergewicht kauft? Ein Sammler etwa? Sein Interesse wurde immer größer und so konnte ich ihm Stück für Stück erzählen, daß DAS einmal ein "Expeditionsmobil" werden wird ... ein Fahrzeug, groß genug, um die Welt zu umrunden und stabil genug, um an Orten, wo es keine Straßen sondern nur noch Pisten gibt, immer noch zu bestehen ...

Wen`s interessiert, wie "man" auf so eine verrückte Idee kommt ein solches Fahrzeug zu bauen, welche Begegnungen, Ereignisse, Schritte und Meilensteine mich dahin gebracht haben, dieses Mammutprojekt zu beginnen, kann hier ein wenig in meiner Geschichte schmökern: wie alles begann

Mammutprojekt ist das richtige Stichwort! Unter dem Menüpunkt der Wanderer ist der gesamte Ausbau dokumentiert. Von der Restaurierung über den Ausbau bis zur Fertigstellung des fernreisetauglichen Expeditionsmobils.

Das ist nicht nur Selbstzweck, sondern vor allem ein Dank *) an alle, die vor mir bereits solch ein Projekt begonnen haben und mir mit ihrer Dokumentation im Internet sehr viel Inspiration gegeben, noch mehr aber mit Informationen geholfen haben. Ohne diese Weitergabe an Wissen wäre für mich der Bau eines solches Fahrzeugs schlichtweg nicht möglich gewesen!
Zum anderen soll diese Dokumentation aber auch denen helfen, die nach mir ein solches Projekt beginnen.

*) Danken möchte ich an dieser Stelle vor allem

Burkhard & Sabine http://www.pistenkuh.de/
Uli http://www.wohnmobil-selbstausbau.com/index.htm
Lothar & Marion http://naturetrail.homepage.t-online.de/
Klaus-Peter www.lady-grey.net
Christian & Mi https://www.videomundum.de/
Ronald & Christina www.CosmoTour.de.htm
und last but not least:
Michael, Tobias und Georg
leider alle drei ohne Internetpräsenz, dafür aber mit umso größerer Unterstützung
die wichtigsten Foren http://www.steyrforum.de/

http://www.allrad-lkw-gemeinschaft.de/

Die oben genannten Links sind für "Anfänger" auch hervorragend geeignet, sich erst einmal eine Orientierung zu verschaffen, was alles möglich ist und was es schon gibt. Besonders hervorheben muß ich natürlich Uli Dolde (s.o.), der nicht nur ebenfalls als Rooky angefangen hat, sondern sich auch die Arbeit gemacht hat, aus seinem erarbeiteten Wissen den Leitfaden für Selbstausbauer zu schreiben! .. und die anderen haben in genauso bemerkenswerter Weise auf ihren Homepages umfang- und hilfreichste Informationen zu ihren Ausbauen zusammen gestellt.

Wie findet man sich nun auf den Doku-Seiten zurecht?
Die Unterpunkte unter der Wanderer geben von oben (Abrüsten des Steyr) nach unten den zeitlichen Ablauf des Bauprojektes wieder. Innerhalb dieser Menüpunkte sind die einzelnen Abschnitte thematisch geordnet wobei es selbstverständlich ist, daß diese Abschnitte manchmal nicht mehr chronologisch verlaufen - ein Beispiel: Der Bau des Koffers zog sich über Wochen hin. Wichtigster Grund: Die Wände wurden im Rahmen und untereinander verklebt und dieser Kleber braucht nun einmal mehrere Tage bis zur völligen Stabilisierung. Während dieser Wartezeiten fanden dann natürlich andere Arbeiten statt ...

Warum das alles?
In der gesamten Dokumentation habe ich nach Möglichkeit nicht nur beschrieben, was und wie ich "es" gemacht habe, sondern auch warum! DEN Königsweg zum Bau eines derartigen Fahrzeugs gibt es nicht! Hunderte von individuellen Wünschen, Vorstellungen und Entscheidungen führen zu noch mehr Abhängigkeiten, Konsequenzen und resultierenden Sachzwängen. Zwei exemplarische Beispiele, für die es jede Menge Argumente, für & wider, pro & kontra gibt, und die jeder für sich selbst entscheiden muß: 

  1. Stromversorgung im Koffer genauso wie im Basisfahrzeug, also beim LKW 24 Volt oder 12 V...?
  2. Eingangsbereich als Dreckschleuse oder anderer Grundriß ...?

Daher: Mein Ausbau ist meine persönliche Wahl die ich -wann immer es möglich ist- ausführlich begründe. Ob du dann diese Argumente akzeptieren und übernehmen kannst, bleibt dann wieder die Qual der Wahl!

Wo bekomme ich das alles her?
Einen ganz erheblichen Teil meiner Bauzeit habe ich damit verbracht zu recherchieren, wo es etwas bestimmtes gibt. Weiß ich was ich suche, geht`s dank Google & Co. noch recht zügig. Deutlich langsamer wird`s schon, wenn ich zwar ungefähr weiß was ich suche, ich aber nicht den richtigen (Such-) Begriff dafür kenne. Noch schlimmer wird`s, wenn ich einen Begriff kenne, für die Antwortseiten aber schon ein eigenes Maps brauche! Gibt man z.B. den Begriff "Wasserfilter" ein, erhält man 2,5 Millionen Antwortseiten ...
Die Krönung von Recherche und Sucherei besteht für Handwerkerlaien wie mich dann darin, daß ich bei vielen Teilen nicht einmal weiß das es etwas gibt -eine Lösung für eines der ungezählten Detailprobleme- nach dem ich suchen könnte! Ein Beispiel: Ich stamme aus einer Zeit in der man die Motorhaube eines Autos noch öffnen konnte, den Motor noch identifizieren konnte (heute gibt`s einen massiven "Block" der nicht einmal einen Blick auf seine Komponenten, geschweige denn Nebenaggregate erlaubt. Damals gab`s auch Kabel und Kabelverbinder wie diesen hier:

Kabelklemme

Heute sieht man in einem Auto meist irgendwelche vergossenen Kunststoffblöcke, aus denen dann wieder mehrere Kabelbündel quillen die dann wieder mit Spezialsteckern in anderen Black Boxes verschwinden. Mit der zuvor gezeigten Kabelklemme im Hinterkopf habe ich meine Elektroplanung begonnen ... aber was mache ich bei der 230 V Installation? Etwas wie Lüsterklemmen im Haushalt? Um Gottes willen - die halten auf einer Piste nie im Leben! .. und dann? Kabelbrand? Und was, wenn ich etliche Kabel an einer Stelle verbinden will? Eine Girlande aus obigen Klemmen? Die Lösung habe ich dann erst über einen Freund gefunden dem ich mein Leid klagte: Wago-Klemmen:

Wago

So etwas hätte ich allein nie gefunden weil ich nicht einmal wußte, daß es so "etwas" gibt! Um auch hier ein wenig Unterstützung zu geben für alle, die "nach mir kommen", werde ich auch solche Auswahlen und Quellen benennen. Am Ende eines jeden Kapitels wird es also eine kleine Tabelle mit einer Linkliste geben. Falls ich`s `mal übersehe oder vergesse, bitte eine Mail an mich.

Eine letzte by the way Info: Bis auf den Bau des Rohkoffers, bei dem ich auf das Know How und die absolute Unterstützung von Georg und Jürgen angewiesen war, sind alle Arbeiten am Wanderer komplett von mir allein durchgeführt worden! Ja, ein wenig stolz bin ich schon ... vor allem in Anbetracht der Tatsache, daß ich keinerlei handwerkliche Ausbildung und auch keine gut ausgerüstete Werkstatt, Halle und maschinelle Unterstützung habe! Ein Beispiel: Die Montage von Reifen und Felgen ...


Evolution - vom Steyr zum Wanderer

Evolution - vom Steyr zum Wanderer

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